FR 04.09.2020 @ naTo. Flashback DT64 – Der Kampf ums Jugendradio
Der RIAS-Schock als Geburt der Bewegung. Mit Heiko Hilker und A.Pehlemann

Die DDR hatte noch kurz zu leben, da wurde per Handstreich d... [mehr]

FR 27.03. @ OHO, Oberwart/Österreich: Jan Kummer (Ex-AG.Geige) und Alexander Pehlemann (Zonic) im Talk

Nach dem Dokumentarfilm über die AG.Geige von Carsten Gebhar... [mehr]

Do 27.02. @ Pracht, Leipzig: FM Adhoc #3 mit Selekta Pehle (Zonic/Al-Haca).

Als Support/Aftershow-DJ für die Live-Shows von Judith Crass... [mehr]

SA 21.12. 20:00 Uhr@naTo: Film "Elektrokohle (Von Wegen)" (D, 2009, R: Uli Schüppel)+ Vortrag/Talk „Heiner Müller in der Popkultur“ mit Robert Mießner (Berlin) und Wolfgang Rindfleisch (Berlin)

Was für die Leipziger Jazztage 1989 schon geplant war, wurde... [mehr]

FR 20.12. @ Atomino/Chemnitz. AG.Geige-Tribute-LP-Releaseparty mit Talkrunde "Zwischen Volkskunstkollektiv und Avantgarde" mit Jan Kummer (Ex-AG.Geige) und Alexander Pehlemann (Zonic)

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Do 11.10.2012 @ Kulturny Dom B31, Leipzig. Frank Apunkt Schneider mit "Deutschpop, halt´s Maul!"

Deutschpop, halt’s Maul!
Für eine Ästhetik der Verkrampfung …

Popkultur war vielleicht das wichtigste Reeducation-Programm, das die Alliierten auflegten. Sie überschrieb deutsche Kultur und entfremdete die Kids von Scholle und Volksgemeinschaft. Popmusik auf Deutsch war daher lange Zeit undenkbar. Erst mit Punk entstanden deutsche Texte, die sich zur Kolonialisiertheit durch Pop bekannten. Und als aus der guten alten BRD wieder hässliches neues Deutschland geworden war, verstärkten Bands wie Kolossale Jugend oder die frühen Blumfeld (nicht zu verwechseln mit den späten) die Dissonanzen. Ihre Sperrigkeit war eine Abfuhr ans neu verordnete Wir-Gefühl. Aber in ihrem Windschatten entstand eine neue Generation, die endlich ganz unverkrampft deutsch singen wollte. Tomte, Kettcar oder Klee sangen (noch…) nicht für Deutschland, aber ihr kleinbürgerlicher Gemütsindiepop passt gut zum Entkrampfungsbefehl der Berliner Republik.

An das, was dafür aufgegeben wurde, will der Vortrag erinnern, indem er vom »Fremdwerden in der eigenen Sprache« (NDW) erzählt, von der Materialästhetik der Verkrampfung (Hamburger Schule), von der unglaublich seltsamen Unmöglichkeit deutscher Popaffirmation (Schlager) und natürlich von der Hässlichkeit des Unverkrampften.

Frank Apunkt Schneider ist unfreier Künstler, Autor und selbsternannter Poptheoretiker, Mitherausgeber der Testcard, Redakteur bei Skug und außerdem der deutsche Außenposten der Kulturbewegung monochrom (www.monochrom.at).

Do 11.10.2012
20 Uhr
Kulturny Dom B31 (Ex-Ur-Eigen+Art)
Bornaische Str.31
Leipzig

Präsentiert von Zonic & Drift Buchhandlung

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