17.11., 20.30 Uhr @ naTo:
Talk "Die Samtene Revolution, der Underground und Karel Gott (mit uns)". Mit Stefan Segi (Prag, CZ), Matteo Colombi (GWZO/Uni Leipzig), Martina Lisa (Leipzig)

Nirgendwo war Opposition und Subkultur-Dissidenz näher als i... [mehr]

15.11., 20.00 Uhr @ naTo: Konzert/Talk Už Jsme Doma (Prag, CZ) und Trottel pres. Talayapa (Budapest, HU) live

Czech Post Punk-Dada-Jazz meets Magyar Psychedelic Post-Hard... [mehr]

14.11., 20.00 Uhr @ Kulturny dom Lipsk/Salon Similde: Ausstellung/Lesung Schon zuhause?
Miroslav Wanek (Už Jsme Doma, Prag, CZ) liest, Martin Velíšek stellt UJD-Artwork aus

Als Präludium zur Už Jsme Doma-Show am Folgetag liest Mirosl... [mehr]

SA 09.11. @ Cassioppeia, Berlin. "We Are The Flowers In The Red Zone"-Release-Festival mit Dezerter, Morus, Krain (PL) und der Schwarze Kanal (Leipzig)

Warsaw Pact Records & Zonic präsentieren:

FLOWERS... [mehr]

FR 08.11., 20 Uhr @ naTo Leipzig. Expander des Fortschritts live plus "Points East und der Subkultur-Transfer Ost-West"-Talk

Eine der wichtigsten und herausforderndsten Bands der Parock... [mehr]

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Radio-Mitschnitt des "Deutschpop, Halt's Maul"-Vortrags von Frank Apunkt Schneider vom 11.10.2012 im Kultury Dom, Leipzig

Die von Zonic & Buchhandlung Drift präsentierte und sowohl äußerst unterhaltsame wie informative Veranstaltung wurde mitgeschnitten und läuft zu folgenden Termine im freien Radio: 15.12 bei Radio Corax/ Halle a.d.Saale (16
Uhr), 19.12. (10 Uhr) bei FSK in Hamburg und am 22.12 (16 uhr) bei Radio Blau, Leipzig (im
Rahmen der Sendung "Inkasso Hasso"). Jeweils natürlich auch im Stream hörbar.

Zur Erinnerung hier noch einmal die Ankündigung:

Deutschpop, halt’s Maul!
Für eine Ästhetik der Verkrampfung …

Popkultur war vielleicht das wichtigste Reeducation-Programm, das die Alliierten auflegten. Sie überschrieb deutsche Kultur und entfremdete die Kids von Scholle und Volksgemeinschaft. Popmusik auf Deutsch war daher lange Zeit undenkbar. Erst mit Punk entstanden deutsche Texte, die sich zur Kolonialisiertheit durch Pop bekannten. Und als aus der guten alten BRD wieder hässliches neues Deutschland geworden war, verstärkten Bands wie Kolossale Jugend oder die frühen Blumfeld (nicht zu verwechseln mit den späten) die Dissonanzen. Ihre Sperrigkeit war eine Abfuhr ans neu verordnete Wir-Gefühl. Aber in ihrem Windschatten entstand eine neue Generation, die endlich ganz unverkrampft deutsch singen wollte. Tomte, Kettcar oder Klee sangen (noch…) nicht für Deutschland, aber ihr kleinbürgerlicher Gemütsindiepop passt gut zum Entkrampfungsbefehl der Berliner Republik.

An das, was dafür aufgegeben wurde, will der Vortrag erinnern, indem er vom »Fremdwerden in der eigenen Sprache« (NDW) erzählt, von der Materialästhetik der Verkrampfung (Hamburger Schule), von der unglaublich seltsamen Unmöglichkeit deutscher Popaffirmation (Schlager) und natürlich von der Hässlichkeit des Unverkrampften.

Frank Apunkt Schneider ist unfreier Künstler, Autor und selbsternannter Poptheoretiker, Mitherausgeber der Testcard, Redakteur bei Skug und außerdem der deutsche Außenposten der Kulturbewegung monochrom (www.monochrom.at).

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